FAQ Preise & Umlagen

Häufig gestellte Fragen

Preise

Warum erhöht die HNVG zum 01.11.2022 den Gaspreis?

Bereits seit April letzten Jahres waren die Erdgaspreise bis zum Herbst 2021 auf ein historisch hohes Niveau gestiegen. Der Angriffskrieg und Verknappungen der Gaslieferungen aus Russland haben zu einem noch extremeren Anstieg der Gaspreise auf dem Weltmarkt geführt.

Aufgrund dessen und der Festsetzung neuer Umlagen bzw. Erhöhung bestehender Umlagen (siehe FAQ UMLAGEN „Welche Gasumlagen gibt es?“) passt die HNVG die Gaspreise zum 1. November 2022 an.

Wir haben die für das Jahr 2023 weitaus höheren Beschaffungspreise gestreckt, um die Anpassung abzufedern und zum 1. Januar nicht erneut erhöhen zu müssen.

Weitere Anpassungen im Jahresverlauf 2023 sind jedoch nicht auszuschließen. Es ist gesetzmäßig vorgesehen, dass die Umlagen quartalsweise angepasst werden. Außerdem ist der Gasabsatz temperaturabhängig. Ein extremer Anstieg des Gasabsatzes kann zu Nachbeschaffungen und damit zu höheren Energiepreisen führen.

Ab wann gilt die Mehrwertsteuersenkung von 19 % auf 7 %?

Am 14. September wurde vom Bundeskabinett beschlossen, die Mehrwertsteuer auf den Gaspreis in Deutschland vom 01.10.2022 bis 31.03.2024 von 19 % auf 7 % zu senken.

Diese Reduktion werden wir ab dem 01.10.2022 berücksichtigen.

Wie setzt sich der Gaspreis zusammen?

Im Verbrauchspreis (Arbeitspreis), berechnet in Cent pro Kilowattstunde, sind folgende Preisbestandteile enthalten:

  • 25 % Steuern und Abgaben
  • 14 % Netznutzungsentgelt
  • 61 % Beschaffung und Vertrieb

Quelle und nähere Informationen: https://www.bdew.de/service/daten-und-grafiken/bdew-gaspreisanalyse/

Ich habe einen Festpreisvertrag abgeschlossen. Ändert sich auch dort der Preis?

Bei einer Festpreisgarantie bis zum 31.12.2022 bleibt Ihr aktueller Preis bestehen.

Kann ich eine genaue Aufteilung nach neuem und altem Preis vornehmen? Ist eine Zählerablesung notwendig?

In der nächsten Jahresabrechnung wird automatisch zum 1. November 2022 eine Aufteilung des Verbrauchs auf Grundlage Ihres Durchschnittsverbrauchs vorgenommen. Wenn Sie die Aufteilung nach abgelesenem Wert wünschen, lassen Sie uns bitte Ihren Zählerstand zum Stichtag 31. Oktober 2022 innerhalb von 14 Tagen zukommen. Das geht am schnellsten über www.kundencenter-energiestandort.de im Bereich „Zählerstand übermitteln“.

Soll ich meinen Abschlag erhöhen?

Wir passen Ihren Abschlag für Erdgas im Rahmen der Preisänderung für Sie an. In der Regel erhalten Sie die Abschlagsanpassung direkt mit unserem Preisinformationsschreiben.

Eine Abschlagsanpassung können Sie ggf. auch selbst über www.kundencenter-energiestandort.de vornehmen.

Was passiert mit Kund*innen, die sich die höheren Preise nicht leisten können? Sperrt die HNVG dann – auch im Winter – das Gas?

Als verlässliches Energieunternehmen wissen wir um unsere Verantwortung gegenüber unseren Kund*innen – und handeln entsprechend. In der Regel finden wir in Notlagen eine gemeinsame Lösung mit unseren betreffenden Kund*innen. Das ist auch in unserem Sinn. Deshalb kommen tatsächliche Sperrungen nur als letzter Weg zum Einsatz.

Werden die Gaskosten für die HNVG-Kund*innen weiter steigen?

Wir haben die für das Jahr 2023 weitaus höheren Beschaffungspreise gestreckt, um die Anpassung abzufedern und zum 1. Januar nicht erneut erhöhen zu müssen.

Durch die verringerten Gasmengen existiert aber weiterhin eine hohe Dynamik an den Märkten. Diese und marktfremde Einflussfaktoren jenseits von Angebot und Nachfrage lassen aktuell keinerlei Prognosen zur weiteren Entwicklung der Preise zu.

Was kann ich tun, um Energie zu sparen?

Energie wie Gas, Wärme oder Strom, aber auch Wasser spielt in unserem Leben eine zentrale Rolle und die vorhandenen Ressourcen gehen schneller zur Neige. Verschiedene Einspar- und Effizienzmaßnahmen helfen, den Verbrauch zu minimieren und somit Geld zu sparen. Tipps und Tricks finden Sie auf unserer Website unter Energiesparen

Eine persönliche Beratung zu Ihrem Energiesparpotenzial erhalten Sie bei der Energieagentur Heilbronn:
www.energieagentur-heilbronn.de

Weshalb ist eine befristete Umlage für die Sicherung der Wärme- und Energieversorgung wichtig?

Die Gasbeschaffungsumlage nach § 26 Energiesicherungsgesetz (EnSiG) hat zum Ziel, die Gasimporteure zu stabilisieren, um die Versorgungssicherheit in Deutschland v.a. mit Blick auf den kommenden Winter zu gewährleisten. Die fehlenden Mengen müssen neu eingekauft und ersetzt werden, um ihren Lieferpflichten gegenüber Energieversorgungsunternehmen wie der HNVG nachzukommen – allerdings zu wesentlich höheren Kosten.

Der Großteil der Kosten für die Ersatzbeschaffung ab 01.10. wird anteilig auf alle Gaskund*innen umgelegt, wobei die Gasimporteure weiterhin 10 % der Zusatzkosten selbst tragen werden.

Die Höhe der Gasbeschaffungsumlage wird alle drei Monate überprüft und ggf. angepasst. Es kann also sein, dass sich bereits nach drei Monaten Änderungen ergeben, die eine erneute Preisanpassung notwendig machen. Dies gilt sowohl für Preiserhöhungen als auch für Preissenkungen.

Umlagen

Welche Gasumlagen gibt es?

Die Bundesregierung hat zum 01.10.2022 bestehende Umlagen erhöht bzw. zwei neue Umlagen eingeführt:

  • Neu sind die Gasbeschaffungsumlage und die Speicherumlage. Mit der Gasbeschaffungsumlage werden ab 01.10.2022 die Mehrkosten, die bei den Gasimporteuren aufgrund von Lieferausfällen eintreten, auf alle Gaskunden verteilt. Sie beträgt 2,419 Cent/Kilowattstunde (ct/kWh) netto. Die Speicherumlage (0,059 ct/kWh netto) deckt die Kosten ab, die wegen der Vorhaltung eines festgelegten Füllstands der Gasspeicher entstehen.
  • Bestehende Umlagen, die zum 01.10.2022 erhöht werden, sind die Bilanzierungsumlage (0,57 ct/kWh netto; bisher 0 ct/kWh) und die Konvertierungsumlage (0,038 ct/kWh netto; bisher 0 ct/kWh). Die Bilanzierungsumlage (früher „Regel- und Ausgleichsenergieumlage“) erhebt der Marktgebietsverantwortliche, der stündlich die Differenzen zwischen Ein- und Ausspeisung im Gasnetz ausgleicht, in dem er Energie kauft oder verkauft. Die Umlage setzt sich aus den Erlösen und Kosten der Gaszu- und Gasverkäufe zusammen. Die Konvertierungsumlage fällt im gesamten Marktgebiet für die Konvertierung von H-Gas (Gas mit höherem Brennwert) zu L-Gas (niedrigerer Brennwert) an, da es deutschlandweit H- und L-Gasgebiete gibt.

 

Weiterhin sind im Gaspreis die Erdgassteuer (0,55 ct/kWh) sowie die CO2-Abgabe (2022: 0,55 ct/kWh; 2023 0,64 ct/kWh) enthalten.

Wer muss die Umlagen bezahlen? Jede*r Kund*in?

Grundsätzlich werden diese Umlagen bei Inkrafttreten für alle Gasverbraucher*innen fällig und werden von den Gasanbietern, wie es beispielsweise die HNVG ist, an ihre Kund*innen weitergegeben.

Warum wurde die Gasbeschaffungsumlage eingeführt?

Mit der Gasbeschaffungsumlage werden ab 01.10.2022 die Mehrkosten, die bei den Gasimporteuren aufgrund von Lieferausfällen durch die Reduktion der russischen Gasimporte eintreten, auf alle Gaskunden verteilt. Sie beträgt 2,419 Cent/Kilowattstunde (ct/kWh) netto.

Bei der Gasbeschaffungsumlage handelt es sich um eine außergewöhnliche Preiserhöhung, von der die meisten Gas-Verbraucher: innen betroffen sein werden. Sie ist unabhängig von Preisanpassungen durch einzelne Versorgungsunternehmen und gesetzlich befristet bis zum 01.04.2024.

Weshalb ist eine befristete Umlage für die Sicherung der Wärme- und Energieversorgung wichtig?

Die Gasbeschaffungsumlage nach § 26 Energiesicherungsgesetz (EnSiG) hat zum Ziel, die Gasimporteure zu stabilisieren, um die Versorgungssicherheit in Deutschland v.a. mit Blick auf den kommenden Winter zu gewährleisten. Die fehlenden Mengen müssen neu eingekauft und ersetzt werden, um ihren Lieferpflichten gegenüber Energieversorgungsunternehmen wie der HNVG nachzukommen – allerdings zu wesentlich höheren Kosten.

Der Großteil der Kosten für die Ersatzbeschaffung ab 01.10. wird anteilig auf alle Gaskund*innen umgelegt, wobei die Gasimporteure weiterhin 10 % der Zusatzkosten selbst tragen werden.

Die Höhe der Gasbeschaffungsumlage wird alle drei Monate überprüft und ggf. angepasst. Es kann also sein, dass sich bereits nach drei Monaten Änderungen ergeben, die eine erneute Preisanpassung notwendig machen. Dies gilt sowohl für Preiserhöhungen als auch für Preissenkungen.

Profitiert die HNVG von der Gasbeschaffungsumlage?

Die Gasbeschaffungsumlage wird vollständig weitergegeben, und zwar an die Trading Hub Europe (THE), die die Verteilung an die betroffenen Gasimporteure koordiniert. Geregelt ist dies im Energiesicherungsgesetz (EnSiG).

Mit dieser Umlage soll sichergestellt werden, dass die Gasimporteure in dieser schwierigen Situation nicht in Schieflage geraten und so die Gasversorgung in Deutschland gefährdet wird. Denn gerade Gasimporteure, die einen wesentlichen Teil der Gasmengen bisher aus Russland bezogen haben, müssen durch die Reduzierung der Gaslieferungen durch Russland die fehlenden Mengen zu deutlich höheren Kosten am Spotmarkt beschaffen.

Was ist die Gasspeicherumlage?

Die beschlossene Gasspeicherumlage beträgt netto 0,059 Cent pro Kilowattstunde für den Zeitraum vom 01.10.22 bis zum 31.03.25.

Mit Blick auf die Gas-Versorgungssicherheit hat die Bundesregierung ein Gesetz beschlossen, das konkrete Mindestfüllstände der Gasspeicher an bestimmten Stichtagen vorgibt. Dies soll dazu beitragen, dass die Gasversorgung im Winter auch bei dem Ausfall von Gasimporten gesichert ist. Um bestimmte Füllstände in den Gasspeichern zu erreichen, ist der sog. Marktgebietsverantwortliche, Trading Hub Europe (THE), berechtigt, bei Bedarf Gas einzukaufen und in die Gasspeicher einzuspeichern. Die Verantwortung zum Erreichen der Füllstandsvorgaben der Gasspeicher liegt primär bei den Speicherbetreibern und Speichernutzern. THE ergreift jedoch im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben ergänzende Maßnahmen, um die gesetzlich festgelegten Füllstände zu erreichen. Die dafür anfallenden Kosten werden über die sogenannte Gasspeicherumlage finanziert. Diese Umlage fließt als Preisbestandteil in den Gaspreis ein, wodurch alle Gaskund*innen solidarisch an den Mehrkosten beteiligt werden.